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Posted by Hartmut (hartmut) on Jan 04 2010
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Forrest Gump, so heißt der bärtige Mann auf dem Foto. Er ist der Held des gleichnamigen Films, welcher mit 6 Oscars  ausgezeichnet wurde. Forrest Gump ist ein Mann mit einer liebenswerten Naivität. In dem Film läuft er z.B. 3 Jahre durch die USA. „Weil er Lust zum Laufen hatte“, sagt er. Ich weis nicht, ob es von den Filmemachern Absicht war, oder eher Zufall ist.

Auf jeden Fall  drängen sich in dieser Filmszene Parallelen zum Leben Jesu auf.

Forrest Gump schließen sich andere Läufer an. Menschen, die in dem was er tut einen tiefen Sinn sehen. Sie sagen, dass er ihnen Hoffnung gibt. Unterwegs begegnen ihm Menschen, denen er auf  Leben verändernde Weise hilft.

Nach 3 Jahren ist dann plötzlich Schluss mit dem Laufen. „Ich bin müde und geh nach Hause.“ So sein Kommentar an die ihm nachfolgenden „Jünger“.

Die Filmszene endet mit der Frage: „Und was wird aus uns?“

 

Diese Frage steht unausgesprochen auch über der Szene im Johannesevangelium, die der Jahreslosung für 2010 vorausgeht.

 

Jesus kündigt das Ende an. Jesus stimmt seine Jünger auf seine sichtbare Abwesenheit ein. „Ich gehe hinweg.“(Joh 8,21). „Ihr werdet mich suchen und nicht finden.“(Joh 7,34) „Nur noch eine kleine Zeit bin ich bei euch. Wohin ich gehe könnt ihr nicht hinkommen.“(Joh 13,33) Und Petrus muss sich auf seinen Treueschwur hin anhören, dass ausgerechnet er Jesus verleugnen wird. Da mussten die Jünger doch die Krise kriegen. Wie sollte den für sie alles weitergehen, wenn ihr Meister nicht mehr präsent sein würde?

 

Anders als Forrest Gump lässt Jesus seine Jünger aber nicht einfach mit der Frage, „Und was wird nun aus uns?“, stehen.

Er kennt seine Jünger, er kennt uns Menschen und wie schnell unsere Herzen verzagt sind. Jesus weiß auch, dass das, was jetzt kommt, allen Grund gibt, um das Jüngerherz  in den Grundfesten zu erschüttern. Jesus geht den Weg nach Golgatha. Er wusste, was jetzt kommt, musste sie doch in Panik versetzen.

 

Dieses nahe liegende Erschrecken über sein Weggehen war es, das Jesus im Auge hatte, als er das Vollmachtswort spricht, welches uns dieses Jahr begleiten soll:

 

„Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott, und glaubt an mich!“ Joh 14,1

 

Auch in Zukunft sollten sie keine Stunde ohne ihn auskommen müssen! Vielmehr sollten sie auch in Zukunft bewusst und zuversichtlich auf ihn bauen. Selbst wenn er nicht mehr sichtbar und greifbar sein würde. Ihr dürft euch auch in Zukunft ganz an mich hängen.

 

Ich würde diese Zeilen jetzt nicht schreiben, wenn die Jünger damals und ich heut nicht eben diese Erfahrung gemacht haben. Er ist da. Erlebbar, weil er lebt.

Auf Jesus muss niemand von uns verzichten, selbst wenn in Zukunft vieles von uns Liebgewordenes weggerissen werden sollte.

So will uns die Jahreslosung ermutigen, dass wir uns ganz neu bei Jesus festmachen.

Denn er ist der, der da ist, der auch heute noch zu erleben ist.

 

Ich wünsche uns für das Jahr 2010 viele spannende Erlebnisse mit dem, der uns sein Nahesein zugesagt hat.    

Matthias Klöber 

 

Last changed: Jan 29 2010 at 16:45

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